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blöder IExplorer

Kann mir mal einer sagen, warum der IExplorer immer ausgerechnet dann abk*ckt, wenn man grade einen megalangen Konzertbericht getippt hat - den sogar vorsorglich mit mehrmaligem *alles markieren* und *kopieren* zwischendurch vermeintlich "gesichert" hat - und sozusagen FAST fertig ist??? GRMPF... Nun, ich kann es nicht ändern... müsst ihr warten, bis ich ihn neu geschrieben habe, aber heute nicht mehr...  denn ich war vorher schon müde und werde jetzt nur noch eins tun...

1.6.06 23:03


Bon Jovi Weekend zum 2.

2. Versuch…

Unsere Bon Jovi Tour am letzten Wochenende führte uns zuerst nach Stuttgart und dann nach München. Diesesmal war alles ein wenig relaxter, kein Aufstehen bei Nacht und Nebel, Anreise einen Tag früher, damit wir auch ja erholt zum Konzert gehen können… (sind ja nicht mehr die jüngsten, nicht wahr… wie wir zwei Wochen zuvor feststellen durften… ). Als wir also so frohen Mutes, sehr pünktlich und absolut stressfrei am Bahnhof ankamen, traf uns erstmal gleich fast der Schlag. 50 Minuten Verspätung hatte unser Zug – und das bevor wir überhaupt eingestiegen waren. Supi!! Wir also ab ins Wartehäuschen, denn es war schon ein bisschen zugig da auf´m Bahnsteig. Ganz pünktlich nach 50 Minuten (har-har) konnten wir dann starten und es dauerte auch nicht allzulange, bis wir unsere Thermoskannen und Brotboxen auspackten und unser zweites Frühstück zu uns nahmen. Eine sehr kluge und vorausschauende Entscheidung, wie sich kurz darauf zeigen sollte, denn unser Zug wurde „aufgrund der großen Verspätung“ kurzerhand in Frankfurt ausgesetzt. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Nicht genug, dass man mit einer knappen Stunde Verspätung losfährt (wofür es sicher Gründe gab), man bekommt dafür nichtmal einen Gutschein oder einen Kaffee als Entschädigung… NEIN… man wird auch noch aus dem Zug mit den bis Stuttgart kostenpflichtig reservierten Sitzplätzen geworfen, mit der Verspätung als Begründung. Der Zug, den wir stattdessen nehmen sollten, fuhr dann noch nicht einmal direkt weiter, sondern nahm den Umweg über Darmstadt und Heidelberg, so dass wir dann mit insgesamt 1 ½ Stunden Verspätung in Stuttgart eintrafen. Dort haben wir unser Hotel gesucht und gefunden und sind anschließend zu Fuß in die Stadt marschiert – im strömenden Regen, was nicht sonderlich erfreulich war. Irgendwie hatte ich Stuttgart´s Innenstadt charmanter in Erinnerung, was sicher nicht nur am Wetter lag. Zuguterletzt fanden wir aber eine sehr gut sortierte Cocktailbar und genehmigten uns etwas Nettes . So gestärkt arbeiteten wir uns durch den Regen zurück zum Hotel und sagten uns ständig gegenseitig vor, dass das Wetter am nächsten Tag besser sein wird. Creating Reality nenne ich das…  Und siehe da… als ich am Morgen die Vorhänge beiseite schob war alles trocken, man konnte stückweise den blauen Himmel sehen und während wir beim Frühstück saßen kam sogar die Sonne raus. Wer hätte das geglaubt? Außer uns natürlich… getreu nach dem Motto „Keep the Faith“  Alles schien perfekt, wir planten wann wir losgehen wollten – nicht zu früh und nicht zu spät, so dass wir mit dem Fan-Club in den ersten Pit kommen würden aber auch nicht allzu lange vorher herumstehen mussten. Schließlich hieß es, mit unseren Kräften haushalten, am nächsten Tag war bereits das nächste Konzert angesagt. Und dann wurde es der armen Nici plötzlich schlecht…  Ich bin zur Apotheke geflitzt und habe Medizin geholt, der Hotel-Besitzer hat Kamillentee gekocht (was ich total niedlich von ihm fand!) und wir haben gehofft, dass es besser werden würde. Nici wollte mich zuguterletzt alleine losschicken, aber das wollte ich auf keinen Fall! Als es dann wirklich Zeit zum Gehen war, hat sie sich dann doch tapfer aufgerafft (weil ich mich immer noch standhaft geweigert habe, alleine loszugehen) und wir sind losgezockelt. Am Wasen angekommen haben wir gleich die Fan-Club-Schlange gesichtet und uns dazu gesellt… wenig später ging´s dann durch einen separaten Eingang hinein und ins vordere Pit. Erst eine ganze Weile später kamen die anderen Konzertbesucher hereingestürmt. Ich muss wirklich sagen, auf dieser Tour klappt das mit dem Fan-Club-Einlass perfekt, nicht zuletzt dank der großartigen Mädels die vor Ort immer alles organisieren. Ohne diese Mädels wäre sicher wieder nur Chaos gewesen. Im Pit mussten wir feststellen, dass es dort nur Schotter, Matsch und Pfützen gab… hinsetzen nicht wirklich möglich. Also gingen wir mit Bändchen um den Arm wieder raus und setzten uns draußen an ein Geländer. Dort blieben wir bis Nickelback auf die Bühne kamen und es langsam aber sicher auch ein bisschen eng wurde. Nach einem Abstecher zum Dixi haben wir uns dann ins Pit gewuselt… der Eingang war überhaupt nicht mehr zu sehen, zig Leute standen davor und wollten auch nicht weg. Die haben gedrängelt und sich beschwert und was weiß ich… meine Platzangst hatte mich sofort wieder und ich brauchte alles um mich da durch zu drängen… umso mehr froh war ich, als wir endlich durch waren und uns zwischen Schotter und Riesenpfütze (ausgerechnet direkt in der Mitte) einen Platz gesucht haben. Nicht viel später, bereits um 19:30, kamen die Jungs auf die Bühne und Jon erschien auf seiner „Brücke“, flitzte händeschüttelnd über den Laufsteg und sang „Last Man Standing“ wie gehabt vor den Fans im 2. Pit. Es war noch sehr hell (das Wetter hielt!!! Ich hatte sogar ein bisschen viel Sonne auf ungeschütze Haut und Augen abbekommen) und es dauerte einen Moment, bis wirklich richtig Stimmung aufkam. Vielleicht war auch der Pit ein bisschen arg leer… Das Konzert war wie immer genial – die Jungs rockten, gönnten sich erst eine „Pause“ als Richie „I´ll be there for you“ anstimmte. Mein persönliches Highlight war „Bad Medicine“ (wie eigentlich meistens), der Song geht live einfach dermaßen ab…  Jon mit Totenkopf-Bandana, hautengem T-Shirt, die Jacke flog nach wenigen Minuten auch in die Ecke…  HACH!!! Fotos davon gibt´s unter anderem HIER... (wo ich auch dieses hier gefunden habe, ich hoffe, ausleihen und hier zeigen ist erlaubt...

             

Die Setlist ist ja immer irgendwie anders, vom „Grundgerüst“ mal abgesehen. Hier spielten sie noch „Bounce“ – jedenfalls glaube ich mich, daran zu erinnern…  Ziemlich witzig fand ich auch wieder wie Jon gar nicht genug kriegen konnte von „it´s alright“ bei „Who says you can´t go home?“. Zu niedlich… ich wollte jedesmal gezählt haben, wie oft wir da die Arme hoch halten und „it´s alright“ rufen – hab´s aber im entscheidenden Moment immer vergessen… naja, nächstes Mal… 
Ich war sooooo begeistert von dem Konzert und sooooo froh, dass es doch noch geklappt hat, trotz den nicht so guten Vorzeichen… Übrigens hat es noch in der Nacht wieder angefangen zu regnen…

Am nächsten Morgen sind wir dann um 5:00 aufgestanden, um unseren ganz frühen Zug nach München zu erreichen. GÄHN!!! Am Bahnhof schnell belegte Brötchen und Kaffee geholt und auch gleich noch am Bahnsteig einverleibt. Was auch gut war, denn… wie sollte es anders sein… die Verpflegung im Zug konnte ausgerechnet an diesem Tag nicht rechtzeitig da sein, also fuhr der Zug eben ohne. Unseren Becher Kaffee hatten wir ja glücklicherweise schon intus und wenigstens war der Zug diesmal pünktlich. Den ganzen Tag goss es in Strömen und auch als wir in München aus dem Zug stiegen, änderte sich daran nichts. Wir fielen im Hotel erstmal auf die Betten und gönnten uns eine kleine Runde Schönheitsschlaf… irgendwie dämpfte das Wetter die Stimmung – zumindest bei mir – und ich musste mich richtig überwinden, loszugehen. Ich hatte mich darauf verlassen, dass es trocken sein würde, weil ich so fest daran geglaubt hatte und nun das… Am Olympiastadion angekommen, liefen wir erstmal um das halbe Stadion herum bis wir den Fan-Club-Eingang endlich fanden. Eine Schlange von knapp 1.000 Leuten stand dort… Wahnsinn!!! Wir wurden schon in der richtigen Reihenfolge aufgestellt und mussten auch nicht mehr lange warten, bis es nach drinnen ging, in aller Ruhe, vor allen anderen… und genau zu dem Zeitpunkt hörte auch der Regen auf. Glaubt es oder nicht, es war wirklich so! Und dort im Pit war dann auch ein FUSSBODEN, auf den man sich setzen konnte. Irgendwann bat ich unseren Nachbarn dann, er möge kurz auf unsere Sachen aufpassen und wir begaben uns auf den LANGEN Weg zu den Toiletten. Man muss dafür über das gesamte Feld und hinten die ganzen Treppen hoch, raus aus dem Stadion und sich dann in der Schlange einreihen… denn sooooo viele Toiletten gibt es da nicht… keine Dixi´s… nunja, auch das geht irgendwie vorbei und auf dem Weg zurück haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Merchandise-Stand gemacht, wo ich mir ein Base-Cap geleistet habe. Irgendwie verging die Zeit diesmal auch nicht sooooo langsam, weil die Umstände stimmten, wir schön sitzen konnten und Nickelback waren zum ersten Mal auch richtig „hörbar“  Und dann ging´s endlich los… wenn Stuttgart schon absolut genial war, dann war dieses Konzert die Krönung. Ganze 3 Stunden lang rockten die Jungs. Und es gab jede Menge Highlights… die accoustic Versionen von „Blaze of Glory“ und „Bed of Roses“ zum Beispiel (WAHNSINN!!!!) und dann die Einblendung der Football-Ergebnisse auf der Großleinwand von den Play Offs, bei denen Jon´s Team (Philadelphia Soul) mitgespielt hat, und seine Reaktion darauf… Sein Gesicht bei jedem Touchdown und beim Halbzeitstand… allein schon dafür hat es sich gelohnt, an diesem Abend in diesem Stadion zu sein… „Dry County“ war auch wieder dabei und eine geniale Version von „Bad Medicine“ (wie gehabt), außerdem noch „These Days“ am Schluss…
Highlight um Highlight… ach ja und dann noch Jon´s „Ansprache“…:

"I was talking to somebody before the show today…and we had a conversation about…lyrics and about the power of music. And he said why is it that your band seems to be crossing generations, still relevant after 22 years, filling one of the biggest world stadiums there are and you can’t take a break. He said, you’re never on the greatest top 10 lists, you never gonna be in the hip trendy magazines. He said what is it about these songs, that are so universe. And I said: That’s the point. We’re all in this game called life together and no matter if you’re German or from Jersey or from Indonesia, Africa or Australia it doesn’t really matter. Accept people for their differences and you realize: This little pimple in the universe called earth could be a pretty cool place, it just depends on what you make it, right? As long as you keep feeling what I’m feeling and I’m feeling what you’re feeling and I guess the feeling is just gonna seem to go on forever."

Das würd ich glatt so unterschreiben…  Nach dem Konzert war ich soooo aufgedreht als hätte mich jemand aufgeladen... Wieder zurück im Hotel fing es übrigens an zu regnen… aber das war ja diesmal nix Neues…

Richtig gute Fotos von München gibt es HIER...


Was mich ein bisschen genervt hat – aber wirklich nur das – war die Tatsache, dass man allen Ernstes U-Bahn-Tickets kaufen musste, um zum Konzert und wieder zurück zu fahren. Sowas hab ich sonst noch nirgendwo erlebt. Die Schlange an der U-Bahn war ja schon riesig, aber die vor den 3 Ticket-Automaten (von denen 2 nur passendes Geld annahmen) war auch nicht schlecht. Sowas find ich echt überflüssig… musste mal gesagt werden.

Sooooo, das war ein langer Bericht… 
Aber es war auch ein langes Wochenende. Und soooooo toll alles in allem. Nici war dann pünktlich zur Heimreise auch wieder fit…

Heute in zwei Wochen geht´s nach London. Zwei Konzerte in Milton Keynes und dann ist die Tour vorbei…

Für heute sag ich gute Nacht, schöne Pfingsten und viel SONNE!!!

 

3.6.06 00:26


Chakra-Test

Diesen Test habe ich bei Sianna gefunden und gleich mal mitgemacht... Hier mein Ergebnis:

Sie strahlen positive Energie von Ihrem siebten Chakra aus!

                            Siebtes Chakra

Dieses Chakra befindet sich am oberen Scheitelpunkt Ihres Kopfes und repräsentiert den Sitz Ihrer Seele. Das siebte Chakra steht für die Verbindung zu Ihrem spirituellen Ich und zur Göttlichkeit im Allgemeinen. In Ihrem Fall kann die positive Energie frei fließen, weil Ihr Chakra nicht blockiert ist. Eine positive Energie des siebten Chakras bedeutet, dass Sie in Verbindung mit diesem Energiezentrum - den zentralen Herausforderungen des Lebens gegenüber - eine höhere Weisheit entwickelt haben. Sie fühlen eine wesentlich stärkere Bindung zur spirituellen Welt und leben mehr als andere im Hier und Jetzt. Das siebte Chakra steht für die höchste Stufe spiritueller Entwicklung.

Na, wenn das nicht irgendwie gut klingt...

4.6.06 16:27


Rettungs-Aktion...

...der besonderen Art:

Hatte heute mal wieder eine mittelgroße Invasion von Ameisen in meinem Wohnzimmer. Da liege ich so nichtsahnend ganz bequem auf meinem Sofa und schaue mir das Holland-Testspiel im Fernsehen an, als ich aus dem Augenwinkel links neben dem Fernseher auf dem Fußboden etwas sehe, was sich bewegt. Bei näherem Hinschauen erkenne ich dann ein Batallion Ameisen, das aus der Fensterecke direkt in meinen Mini-Ficus-Topf strömt und sich da sofort ein Lager einrichtet. Ja Heilix Blechle! Wieso kommen die jedes Jahr zielsicher durch das selbe klitzekleine Löchlein im Silikon (wobei ich dachte, Schatzi hätte es zugemacht...?!) und bereiten ihre Invasion auf mein Wohnzimmer vor? Das einzige, was hilft, ist Zimt. Den hab ich auch sofort hingestreut und der noch zwischen Fenster und Terrasse befindliche Teil der Einheit hat wohl augenblicklich zum Rückzug geblasen, denn es kamen keine mehr nach. Allerdings hatte ich nun einen total ungeordneten Haufen völlig verwirrter - und vom Zimtduft benebelter - Ameisen in meinem Zimmer, der irgendwie wieder raus musste. Und MANCHMAL erweist sich so ein Staubsauger ohne Beutel denn auch als überaus nützlich. Ich die verwirrten Tierchen also alle eingesaugt, den Behälter nach draußen gestellt, wo sie alle fröhlich wieder herausgekrabbelt sind. Na, DIE haben was zu erzählen, wenn sie nach Hause kommen... Und hoffentlich warnen sie alle ihre Artgenossen! (Mir fällt grad ein, ich hab schon wieder vergessen, das zu fotografieren...)
4.6.06 23:06


Riesen-Viecher...

...sind Ameisen ja nun nicht gerade... dennoch sieht es bei uns SO...

         

...aus, wenn Schatzi versucht, den Ameisen-Eingang in mein Wohnzimmer zu finden... Das musste ich euch schnell mal zeigen... 

Ob er ihn gefunden hat, weiß ich allerdings nicht, da er bereits bei der Arbeit war, als ich von ebensolcher nach Hause kam; aber da ich obigen Zustand so vorgefunden habe, gehe ich mal davon aus, dass er morgen weitersuchen möchte...

6.6.06 20:30


Hurry up England... come on!!

Da dies kein "Fussballfreies Blog" ist, darf ich hier folgenden Eintrag plazieren...

ENGLAND: 2 
TRINIDAD-TOBAGO: 0


YEEHAAAW!!!
Das bedeutet... Achtelfinale... !!!

Wer mal in meinen aktuellen Lieblingssong reinhören möchte, bitteschööööön... "HURRY UP ENGLAND"

Ansonsten... bin ich aus England zurück und ihr dürft nun gerne wieder regelmäßig lesen kommen...  Ausführlicher Bericht folgt ASAP.

15.6.06 20:40


Reisebericht London Teil 1 - oder...

…stell Dir vor es ist Bon Jovi Konzert und wir gehen nicht hin…

Vom Freitag, den 09. bis Mittwoch, den 14. Juni war ich ja mit der lieben
Nici in London. Geplant war die Reise um zwei weitere Bon Jovi Konzerte herum, die ursprünglich im Wembley Stadium stattfinden sollten, dann aber auf Milton Keynes verlegt worden waren, da abzusehen war, dass das Stadium nicht rechtzeitig fertig werden würde. Wäre nicht alles schon gebucht gewesen und zwei der vier Tickets bei ebay gekauft… ich weiß nicht, ob wir unsere Planung so beibehalten hätten… aber unter diesen Umständen „mussten“ wir. Also haben wir den großartig angekündigten Bustransfer mit „Bon Jovi Express“ gebucht, weil wir uns dachten, dass mit den Zügen wohl relativ viele Leute unterwegs sein würden und man nicht absehen konnte, wann man mit welchem Zug aus London wegkommen würde (dass dem so war, sahen wir dann ziemlich eindrucksvoll nach dem Konzert). Die Busse starteten von Victoria aus und die Organisation hat auch wunderbar funktioniert. Abgesehen davon, dass von „Bon Jovi Express“ mit Musik oder irgendwelchen „giveaways“ nicht mehr die Rede war. Ganz normale Busse fuhren halt – ohne Musik, so man nicht selber welche mitgebracht hatte…. Nunja. Es gab schlimmeres. Nicht funktionierende Klimaanlagen beispielsweise. Die Dachluken waren einen Spalt offen, was anfangs noch ein bisschen Kühlung brachte. Im Stop-and-Go auf der Autobahn dann allerdings nicht mehr. Es waren um die 30 Grad und wir fühlten uns schon recht gut durch als wir nach 2 ½ Stunden endlich das Ortsschild von Milton Keynes entdeckten. Kurz danach hielt der Fahrer kurz an, da ihm anscheinend nicht ganz klar war, wo er nun eigentlich hin musste… Busbahnhof oder Busbahnhof  Er entschied sich dann für Busbahnhof und auf die Frage einer Passagierin hin, ob er vielleicht die Aircondition einschalten könnte (man beachte den Zeitpunkt), tat er das dann auch. Wenn ich gewusst hätte, dass das Ding funktioniert, nur einfach eben AUS ist, dann hätte ich ja mal früher gefragt, aber wer rechnet schon mit sowas…?!

Endlich in Milton Keynes gelandet merkten wir uns genau, wo wir ausstiegen – damit wir nach dem Konzert unseren Bus wieder finden würden - und begaben uns auf den ca. 35 - 40 Minuten langen Marsch zum Bowl. Unterwegs schnell noch 2 Flaschen kaltes Wasser gekauft (für 2 Pfund pro halber Liter… Frechheit) und im Vorbeigehen den aktuellen Stand vom England-Spiel gecheckt (da hatten doch tatsächlich welche einen Fernseher in die Botanik geschleppt um da Fussball zu gucken). Am Bowl angekommen dann das Box Office gesucht, weil wir unsere Tickets ja noch abholen mussten (nochmal Frechheit, denn man bezahlt für Special Delivery International und es klappt doch NIE, dass man seine Tickets nach Hause geschickt bekommt!), angestellt, festgestellt, es ist das falsche, denn es gibt mehrere, was aber nirgends dran steht, einem erst dann verklickert wird, wenn man endlich DRAN ist, um den halben Bowl herum zum nächsten gewandert, wieder angestellt, Tickets in Empfang genommen, UFF!!! Da waren wir schon fertig, denn die Nacht zuvor hatten wir kaum geschlafen, die Hitze kam zu plötzlich, die Busreise hatte uns gar gekocht und auch sonst fühlten wir uns aus bestimmten Gründen wie vom Laster überfahren. Uns jetzt noch in eine Schlange in der prallen Sonne zu stellen hätte uns sicher den Rest gegeben und der Fan-Club war eh schon ohne uns drin, weil wir wegen Busverspätung und Ticket-Lauferei einfach nicht pünktlich sein konnten... Also haben wir uns ein Plätzchen im Schatten gesucht und erstmal unsere gut durchwärmten Sandwiches gegessen *yummy*. – Als sich dann alles verteilt hatte, wir wieder kreislauftechnisch ein wenig besser davor waren, sind wir zu „unserem Eingang“ (seltsamerweise gab es verschiedene, obwohl das nicht wirklich Sinn gemacht hat… egal!), haben ein gelbes Bändchen für den „Golden Circle“ erhalten und gleich zum Fan-Club-Pit gegangen – das wie üblich vor dem Golden Circle lag. Natürlich wurden wir gleich laut und deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit dem gelben Bändchen nach links mussten und ich hab mich ewig mit dem Sicherheitschef abgelabert (nicht dass hier einer denkt, mein englisch wäre halbwegs akzeptabel), der mir erklärt hat, ich müsste wieder raus und zum Box Office, ein anderes Bändchen holen, weil er keine mehr hätte und dann könnten wir vorne rein. Gesagt, getan…wir wieder raus – den Chef vom Box-Office angequatscht, der mit dem Chef vom Pit telefoniert und gemeint, die hätten alle keine Ahnung, natürlich kommt der Fan-Club vorne rein. Er hatte übrigens auch keine Bändchen. Wir also wieder hin aber der Typ von vorher hatte sich grade um die Ecke verdrückt. Ich hab noch mit zwei weiteren Leuten geredet, die mir beide was unterschiedliches aber nicht wirklich nützliches erzählt haben und wir beschlossen, es auf der anderen Seite zu probieren. Dort angekommen sagte Nici den entscheidenden Satz: „Wenn wir da jetzt reinkommen, dann können wir nicht wieder raus…“ Sie hatte Recht, da es ja keine Bändchen mehr gab... Wir hätten den ganzen Nachmittag da in der Sonne sitzen können, ohne auf die Toilette zu gehen oder was zu Essen/Trinken kaufen zu können. *großer Seufzer* Also suchten wir uns wieder ein Plätzchen im Schatten auf der Wiese und warteten die Vorgruppen ab. Ich hatte mal wieder meine allerschönsten Schädelschmerzen und der zweite Painkiller verursachte mir Schwindelanfälle. Allerbeste Voraussetzungen also. Das Schöne ist, dass es in England selbst bei einem Open Air Konzert Tee zu kaufen gibt. Ich hab mir einen Becher geholt und schon ging´s mir ein wenig besser. Kein Schwindel mehr. Also sind wir endlich rein und haben uns in der Mitte einen Platz gesucht (*schnüff* im zweiten Pit, viiiieeeel zu weit weg…!!!). Aber immerhin haben wir Jon dann mal von VORNE gesehen, als er auf den Laufsteg kam. Die Jungs kamen nicht wie üblich zu den Klängen von „Last Man Standing“ auf die Bühne, sondern zu „Hurry Up England“ von Sham69. Geniale Idee, denn das Publikum ging gleich total mit. Als Jon in der Mitte angekommen war, ging´s dann aber mit Bon Jovi los… Das Konzert war richtig genial!!! Die Stimmung leider nicht… ich hab noch nie sowas erlebt, ganz ehrlich… Zeitweise war ich die einzige, die da geklatscht und mitgesungen hat. Und ganz ehrlich… spätestens nach einer Stunde geht einem das dann auf den Geist. Da bin ich von Bon Jovi Konzerten ganz anderes gewohnt – ganz speziell in England! Das war so schade, denn die Setlist war toll (wieder ganz anders, diesmal mit „Rockin´ all over the world“, ich hatte das in Deutschland soooo vermisst, und „Living in Sin“ – bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt schonmal live gehört habe). Wie gesagt, das Konzert war genial… die Umstände waren es nicht. Wir sind trotzdem nicht früher gegangen, wie viele andere, und haben uns nach dem Konzert zusammen mit 75.000 Leuten auf dem schmalen Weg zurück zum Bahnhof gedrängelt. Wir haben eine knappe Stunde gebraucht um dort anzukommen und dann haben wir uns auf die Suche nach unseren Bussen gemacht. Wo wir angekommen waren, stand keiner. Ein wenig ratlos standen wir dort eine Weile – zusammen mit noch einigen anderen, die ebenso ratlos waren wie wir, und warteten. Ich sah zur Uhr, es war 5 Minuten vor der festgelegten Abfahrtszeit. Langsam aber sicher wurde ich ein wenig nervös… auf meine Nachfrage bei einem Bobby hin schickte man uns zur Coach Station gegenüber, aber da stand auch kein Bus (hätte man auch vom Bahnhof aus gesehen) und nachdem uns der nächste Bobby zu Junction 14 schicken wollte (eine Stunde zu Fuß...) hab ich gestreikt. Mir war klar (und das war es eigentlich von Anfang an), dass unsere Busse weg waren bevor wir da waren. Ich hatte SO einen Hals!!! Eine absolute Unverschämtheit ist das – ich fahr doch nicht nach Milton Keynes um dann zu gehen bevor das Konzert zu Ende ist, nur damit ich meinen Bus noch bekomme, der ZU FRÜH fährt???!!! Vor dem Bahnhof zu den Zügen standen ein paar tausend Leute. Schwer zu schätzen, aber 3 – 4 tausend waren es ganz sicher. Man kam auch nicht in den Bahnhof rein um ein Ticket zu kaufen und sich dann anzustellen. Also warteten wir bis alle mit den Sonderzügen weg waren und gingen dann rein um uns ein Ticket zu kaufen. 6 Minuten später fuhr der letzte Zug… Mal ganz davon abgesehen, dass wir eigentlich nicht nicht NOCHMAL 25 Pfund investieren wollten, waren wir so froh, endlich in diesem Zug zu sitzen, dass uns das fast egal war. Um halb 2 kamen wir dann in Euston an und ein Blick auf die 27 verschiedenen Nachtbuslinien sagte mir, dass ich lieber ein Taxi nehmen wollte. Wir also zum „Taxistand“ vor dem ungefähr 200 Leute auf ein Taxi warteten. Nachdem wir da 20 Minuten standen kamen zwei „offizielle“ die uns erklärten, dass der Bahnhof in 10 Minuten geschlossen wird und wir uns auf der Straße ein Taxi suchen sollten. Geniale Idee! Und sie funktionierte auch nicht. Schlussendlich fanden wir eine Bushaltestelle von der aus Busse zumindest in die grobe Richtung fuhren, in die wir mussten. Und da wir auch einmal an diesem vertrackten Tag Glück haben mussten (vom letzten Zug jetzt mal abgesehen) kam ein Bus nach Notting Hill, in den wir überglücklich eingestiegen sind. Die Uhr war um 2:35 als wir unser Hotelzimmer enterten. Bis wir endlich schliefen verging sicher nochmal eine halbe Stunde und um 6:30 am Sonntagmorgen fing im Klo gegenüber jemand an, sauber zu machen (*schepper*)…

Das alles… hat uns dazu bewogen, das Konzert am Sonntag schlicht und ergreifend ausfallen zu lassen. Nochmal das ganze – ohne die Chance auf den ersten Pit, weil das Konzert am Sonntag eine Stunde früher anfing, die Busse aber nicht früher fuhren – mit der Odyssee hin und zurück, mit knapp 8 Stunden Schlaf aus 2 Nächten und reichlich angenervt fühlten wir uns einfach nicht danach, auch wenn es uns um die tickets leid tat. Ich hätte natürlich total gerne das Konzert gesehen, aber der Rest… Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal so etwas sagen würde. Mir war nie ein Aufwand zu groß für ein Bon Jovi Konzert (und ich habe mittlerweile 54 Stück gesehen). Aber ich bin mir sicher, wir hätten wieder nichts davon gehabt. Ich hab lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben möchte… aber ich schreib es hauptsächlich für mich auf, damit ich in 2 oder 3 Jahren noch weiß, was ich dann anders machen muss und auch werde.

Gratulation und Dankeschön an alle, die bis hier hin gelesen haben… Bericht über den Rest unserer London Reise (nicht weniger kurz, versprochen) kommt sobald er fertig ist.

16.6.06 21:43


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zuletzt aktualisiert am 17.01.2008
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